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Reportage

Andere Länder, spannende Sitten

Was Wohnungsunternehmen in ganz Europa voneinander lernen können
Aareon in Europa
Die Unternehmensgruppe hat Repräsentanzen in Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich und Schweden.

Kostendruck, Energiewende, demografischer Wandel, Wettbewerb und 24-Stunden Gesellschaft – allesamt Themen, die die Wohnungswirtschaft in ganz Europa beschäftigen. Die Umsetzung der Maßnahmen hat abhängig vom Land allerdings eine unterschiedliche Priorität.

Junge Menschen haben andere Erwartungen an Vermieter

Digitaler Lifestyle und das Internet der Dinge sind Trends, die immer stärkeren Einfluss auf die Wohnungswirtschaft nehmen. Für die junge Generation ist es völlig normal, digital jederzeit und von jedem Ort zu kommunizieren. Daraus entwickelt sich eine Erwartungshaltung gegenüber Vermietern. Themen für die Kommunikation mit dem Wohnungsunternehmen gibt es genug: Beispielsweise Wohnungsanmietung/-kündigung oder Beschwerden. Zusätzlich bereitgestellte Serviceangebote wie Reinigung, Putzservice, Car-Sharing gehören ebenfalls zu den Wünschen der Mieter. Mit zunehmendem Alter gewinnen die Themen Gesundheit, Sicherheit, Nachbarschaftshilfe und Serviceleistungen in den eigenen vier Wänden immer mehr an Bedeutung.

Auf Wohnungssuche im Internet
Wer auf Wohnungssuche geht, nutzt heutzutage häufig digitale Vermittlungsplattformen
Übergabe der Wohnung
Ein guter Start - klare Absprachen ohne großen Papierkram
Wenn es beim Ein- oder Auszug Schwierigkeiten gibt, hilft ein direkter Draht zum Vermieter – und schnelle und unkomplizierte Hilfe.
Wenn es beim Ein- oder Auszug Schwierigkeiten gibt, hilft ein direkter Draht zum Vermieter – und schnelle und unkomplizierte Hilfe.
Nachbarschaftspflege wird immer wichtiger
Menschen möchten als Nachbarn immer weniger nebeneinander her leben, sondern wünschen sich eine aktive Nachbarschaft.

Auf den Punkt gebracht

Das Wohnungsunternehmen der Zukunft muss mehr bieten als nur Wohnen, um seine Kunden zu binden. Diese Entwicklung zeichnet sich nicht nur in der deutschen Wohnungswirtschaft ab.

Europas Wohnungsunternehmen ziehen an einem Strang

Trotz individueller Marktgegebenheiten, Regularien und Gepflogenheiten beschäftigt sich Europas Wohnungswirtschaft mit denselben Themen: Wie gestalte ich in Zeiten des Kostendrucks meine Geschäftsprozesse effizienter? Wie erfülle ich die Auflagen aus der Energie-Effizienz-Richtlinie? Wie werde ich dem demografischen Wandel gerecht? Mit welchen Serviceangeboten kann ich meine Mieter langfristig an das Unternehmen binden und neue Mieter gewinnen?

Gleiche Ziele – unterschiedliche Priorisierung

Länderspezifische Unterschiede gibt es bei der Priorisierung von Maßnahmen, zu denen Prozess­automatisierung, Nutzung von Internettechnologie und mobilen Geräten sowie Liberalisierung von Wohnungsmärkten gehören. Die Gewichtung dieser Aktivitäten ist abhängig von der Stärke des politischen Einflusses auf die soziale Wohnungswirtschaft. Hinzukommen Richtlinien, Fusionen, Privatisierungen, Steuern etc. Wir haben für Sie Beispiele aus verschiedenen europäischen Ländern zusammengefasst.

Best Practice: So geht Wohnungswirtschaft in Europa

In den Niederlanden besteht ein hoher Kostendruck auf die sozialen Wohnungsunternehmen. Dieser resultiert unter anderem aus einer Sondersteuer im Rahmen der neuen Wohnungspolitik, die den Kostendruck auf die Unternehmen erhöht. Der Fokus der niederländischen sozialen Wohnungswirtschaft liegt vor allem auf einer Steigerung der Prozess­effizienz durch moderne IT-Lösungen mit dem Ziel, die Betriebskosten der Wohnungsunternehmen zu reduzieren.

Mithilfe von Prozessoptimierung Kosten zu reduzieren, ist auch der britischen Wohnungswirtschaft ein wichtiges Anliegen. Insbesondere nachdem die Regierung die Subventionen gesenkt hat. Vergünstigungen können nur noch personenbezogen erlangt werden und nicht mehr von Wohnungsunternehmen. Mobile Services sind in Großbritannien sehr etabliert, um Unternehmens- sowie Mieterprozesse so effizient wie möglich zu gestalten.

Stark vom politischen Einfluss geprägt, ist auch die soziale Wohnungswirtschaft in Frankreich. Die öffentliche Hand möchte die Mieterzufriedenheit steigern und durch Fusionen von öffentlichen Unternehmen die Administrationskosten der Bestände senken. Französische Wohnungsunternehmen setzen daher stark auf internetbasierte CRM- und Zahlungsprozess-Systeme für einen umfassenden Service. So lassen sich beispielsweise Mietzahlungsverfahrens über ein Mieterportal vereinfachen.

Internet und Mobilität gehören in Schweden schon lange zum Alltag – bei der Arbeit und im privaten Umfeld. Internetbasierte Serviceportale von Wohnungs­unternehmen sind selbstverständlich und werden von den Mietern rege genutzt. Schweden bietet darüber auch zusätzliche Leistungen an. Mieter können sich über das Portal der Wohnungsunternehmen beispielsweise Gegenstände der Wohnungsausstattung wie Waschmaschinen, Kühlschränke etc. ganz einfach mieten.

In Norwegen ist BIM (Building Information Modeling, deutsch: Gebäudedatenmodellierung) bereits verpflichtend für alle Gebäude der öffentlichen Hand vorgeschrieben. BIM ist eine zeitgemäße Arbeits­methode für das Planen und Realisieren von Bauvorhaben. Es basiert auf der aktiven Vernetzung aller am Bau Beteiligten zur optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mithilfe von Software – auch der ERP-Systeme der Wohnungsunternehmen.

Gemeinsam erfolgreich im digitalen Zeitalter

Jedes Land verfügt über spezielle Expertisen und Erfahrungen. Vom grenzüberschreitenden Austausch könnten Wohnungsunternehmen europaweit profitieren, um die Branchenthemen zu meistern. Gemeinsam führt der Weg in die Zukunft: zum „Wohnungs­unternehmen 4.0“, das mehr als nur Wohnen bietet – nämlich Lebensqualität.

Die Zukunft der Wohnungswirtschaft

Wohnungsunternehmen der Zukunft können ihren Mietern über das Internet und mobil das Tor zur digitalen Welt öffnen und ihre Services gezielt ausweiten:

  • Angrenzende Dienstleistungen für Jung und Alt (Einkaufsservice, Nachbarschaftshilfe, Reinigung etc.)
  • AAL – Ambient Assisted Living (Gesundheitsdienstleistungen)
  • Vernetzung von Geschäftspartnern
  • Sharing-Modelle
  • Digitaler Vermieterprozess
  • Ausstattungsvermietung
  • Smart-Metering
  • Mieterservices rund um die Uhr

Die Vorteile sind nicht nur bei den Mietern gegeben. Auch die Wohnungsunternehmen können davon profitieren:

  • Zeit- und Kostenersparnis durch eine effizientere Prozessgestaltung
  • Neugeschäft über zusätzliche Serviceangebote
  • Beitrag zum effizienteren Umgang mit Energie und Wasser
  • Wettbewerbsvorteil durch die Positionierung als innovativer Vermieter für Jung und Alt

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