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Reportage

Bild Dir Deine Wohnung

Der virtuelle Rundgang durch das neue Zuhause

Der Startschuss fällt Anfang 2016: Dann nämlich soll Oculus Rift auf den Markt kommen – eine 3D-Brille, die ihren Träger in Sekundenschnelle in eine virtuelle Realität abtauchen lässt. Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen) projizieren Bilder direkt auf die Netzhaut des Nutzers – und erfassen zudem seine Kopfbewegungen. Dreht der Träger also den Kopf nach rechts, geht die simulierte Szenerie entsprechend mit. Virtuelle Welten werden so für den Betrachter zur gefühlten Realität.

Im Moment kommen VR-Brillen wie die Oculus Rift vor allem in Computerspielen zum Einsatz. Aber auch in der Luftfahrt finden sie bereits Verwendung. Nachwuchspiloten können mithilfe solcher Brillen gefahrlos mit Flugsimulationen ihr Verhalten bei Turbulenzen, technischen Problemen oder nebligem Wetter trainieren.

Prognose: 4,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018

Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. „Das Potenzial von VR-Brillen ist schlichtweg enorm“, erklärt Dirk Schneider, Innovation Analyst bei Aareon. Die Unternehmensberatung KZero geht zum Beispiel davon aus, dass die Umsätze, die mit Virtual Reality gemacht werden, in den nächsten Jahren enorm ansteigen werden. So prognostiziert KZero, dass im Jahr 2018 alleine mit VR-Hardware wie den erwähnten Brillen gut 4,6 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht werden. „Allein die Tatsache, dass Facebook im Jahr 2014 das Unternehmen Oculus VR gekauft hat, das hinter der Oculus Rift steht, lässt erahnen, welche Bedeutung der VR-Technologie beigemessen wird“, ergänzt Schneider. „Einsatzszenarien sind für viele Branchen denkbar – so auch für die Wohnungswirtschaft.“

Wie funktioniert der virtuelle Rundgang?

Wie virtuelle Realität in der Immobilienbranche zum Einsatz kommen könnte, zeigt folgendes – zugegebener­maßen fiktives – Beispiel: Martin Müller, der bislang in München lebt, hat gerade ein attraktives Jobangebot aus Hamburg erhalten – und akzeptiert. Jetzt muss es schnell gehen: Müller braucht eine Wohnung in Hamburg. Deshalb klickt er sich nach Feierabend durch verschiedene Internetportale wie ImmobilienScout24. 

Schnell hat Müller eine Handvoll Wohnungen gefunden, die seinen Vorstellungen entsprechen. Auf telefonische Nachfrage bei den Vermietern erfährt er allerdings, dass die Besichtigungstermine quer über die Woche verstreut liegen. Terminliche Ausweichmöglichkeiten auf einem angespannten Wohnungsmarkt wie Hamburg? Fehlanzeige. Müller bleibt also nur die Wahl, eine komplette Woche seines Urlaubs für die Wohnungssuche zu opfern – oder die lange und kostenintensive Reise gleich mehrfach auf sich zu nehmen.

Wohnraum in Ballungsgebieten ist knapp. Viele Menschen sind auf der Suche. Technologie kann dabei helfen, die passende Wohnung und ihre neuen Bewohner zusammenzubringen.
Wohnraum in Ballungsgebieten ist knapp. Viele Menschen sind auf der Suche. Technologie kann dabei helfen, die passende Wohnung und ihre neuen Bewohner zusammenzubringen.Foto: Rob Bye

Eine Situation, die viele Menschen kennen – und die bald schon der Vergangenheit angehören könnte: Dank innovativer Virtual-Reality-Technologien könnten Wohnungsbesichtigungen in nicht allzu ferner Zukunft im virtuellen Raum stattfinden. Der potenzielle Mieter oder Käufer müsste dann nur noch eine VR-Brille aufsetzen und sich in Ruhe in seinem künftigen Domizil umschauen – ohne den Verlust eines einzigen Urlaubstages, ohne aufwendige Terminvereinbarungen und ohne Reisekosten. 

So auch Martin Müller: Er könnte einfach nach seiner VR-Brille greifen und – gemütlich vom Sofa aus – einen Rundgang durch seine ausgewählten Wohnungen machen. In der einen gefällt ihm vielleicht das Badezimmer nicht, in der nächsten stört er sich am Teppichboden. So scheiden bereits einige Objekte in der Vorauswahl aus. Am Ende kristallisieren sich zwei Favoriten heraus, für die er zwei Besichtigungstermine vereinbart. Der Aufwand hält sich also in Grenzen; für die Besichtigung fällt nur ein Urlaubstag an und auch die Reisekosten kann er auf diese Weise geringhalten. Ein paar Wochen später ist der Mietvertrag unterzeichnet und Müller zieht mit Sack und Pack nach Hamburg.

Gerade in Städten und Ballungszentren entfallen langwierige Anreisen und lästige Staus…
Gerade in Städten und Ballungszentren entfallen langwierige Anreisen und lästige Staus…Foto: RayBay
… und vor Ort muss die Wohnung auch nicht gesucht werden.
… und vor Ort muss die Wohnung auch nicht gesucht werden.
Stattdessen genügt ein Klick - und die Interessenten befinden sich in der Wohnung.
Stattdessen genügt ein Klick - und die Interessenten befinden sich in der Wohnung.
So entsteht schon aus der Ferne ein Gefühl für das neue Zuhause.
So entsteht schon aus der Ferne ein Gefühl für das neue Zuhause.

Erste virtuelle Gehversuche

Diese neue, virtuelle Form der Wohnungsbesichtigung ist nicht nur dann hilfreich, wenn alter und neuer Wohnort weit voneinander entfernt liegen. VR-Brillen könnten zum Beispiel auch dann zum Einsatz kommen, wenn ein Mieter – etwa aufgrund seines Alters – nicht mehr mobil genug ist, um Wohnungsbesichtigungen vor Ort wahrzunehmen.

Mehr zum Thema

VR-Brille Oculus Rift

Zum Eintauchen in virtuelle Welten

Zur Herstellerseite wechseln http://www.oculus.com
ImmobilienScout24

Das führende Immobilienportal im deutschsprachigen Internet

Zum Immobilien-Portal wechseln http://www.immobilienscout24.de

In Kürze zusammengefasst

Auch wenn das für Manchen noch wie Zukunftsmusik klingen mag: 

  • Einige Anbieter in der Immobilienwirtschaft gehen schon erste Schritte in diese Richtung und bieten ihren Kunden virtuelle Services an. 
  • Auf Portalen wie ImmobilienScout24 und auch bei einigen innovativen Immobilienmaklern ist der digitale Rundgang durch Objekte längst Realität. 
  • Über interaktive Panoramaaufnahmen können sich Kunden schon heute am heimischen Rechner oder Tablet ein Bild von ihren künftigen vier Wänden machen.

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