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Reportage

Das Haus der Zukunft – smart und modular

Wir haben uns in Löhne das SmartHouse angeschaut.
Das SmartHouse kann nach individuellen Wünschen gefertigt werden.
Das SmartHouse kann nach individuellen Wünschen gefertigt werden.

Seit 2008 fertigt SmartHouse im westfälischen Löhne ein Produkt, das es so vorher noch nicht gab. Ein modular konzipiertes Haus, das nach individuellen Wünschen gefertigt wird und per Spezialtransporter und Kran auf jedes Grundstück ausgeliefert werden kann.

Der Clou: Jedes einzelne Modul wird komplett in der firmeneigenen Fertigungshalle in Löhne produziert und als vollwertige Einheit gebaut. Je nach Bedürfnis und Ausstattungswunsch beinhaltet dies zum Beispiel eine Küche, ein voll ausgestattetes Bad und Bodenbeläge.

Die „traditionelle“ Baustelle auf einem Grundstück gibt es damit nicht mehr, vor Ort muss nur ein Punkt- oder Streifenfundament erstellt werden. Dadurch ist ein Bauvorhaben komplett planbar und die Lieferzeiten können extrem kurz gehalten werden, denn die gesamte Qualitätssicherung erfolgt in der Fertigungshalle in Löhne.

Die Qualitätssicherung erfolgt in der Fertigungshalle in Löhne.
Die Qualitätssicherung erfolgt in der Fertigungshalle in Löhne.

Der Vorteil für den Bauherren liegt dabei auf der Hand: Mit dem SmartHouse erhält der Kunde ein fertiges Produkt, das individuell konfiguriert nach sechs bis acht Wochen geliefert wird.

Bei aller Flexibilität ist das SmartHouse ein vollwertiges Wohngebäude.

In Sachen Design, Barrierefreiheit und Niedrig-Energie-Bauweise ist es zertifiziert und ausgezeichnet. Die SmartHouse GmbH ist bislang der einzige europäische Bauträger, der für seine Wohngebäude das RAL-Gütezeichen barrierefrei erhalten hat. Und SmartHouse hat 2009 eine „Ehrenwehrte Erwähnung“ beim Reddot Design Award erhalten.

Ganz wichtig für die Kunden von SmartHouse: Der Einbau von Assistenzsystemen, aktueller Medientechnologie und künftigen Lösungen für die digitalisierte Hausautomation ist jederzeit möglich. Die gewünschte Technik kann von Anfang an integriert werden, selbst der Einbau von Serverräumen inklusive aufgepatchtem Server oder die Integration von Bussystemen sind „ab Werk“ erhältlich.

Wie Lego nur viel größer

Sieben unterschiedliche Modulgrößen mit Wohnflächen von 9 bis 59 Quadratmetern können kombiniert, individuell ausgestattet und mehrgeschossig angeordnet werden. Neben einigen hundert Modulen, die von Privatkunden in Auftrag gegeben und realisiert wurden, sind gerade von gewerblichen Kunden ganze Modulkombinationen gewünscht.

Durch die Produktionsweise sind sogar Bürogebäude in nur wenigen Wochen errichtet. Eine Steuerkanzlei in Löhne hat ihren heutigen Sitz in einer Kombination von 20 Modulen mit rund 1.100 Quadratmeter Nutzfläche realisiert. In nur acht Wochen konnten die Mitarbeiter ihre neuen Büros beziehen. Mehrgeschossige Projekte in München und Berlin stehen vor der Realisierung.

Unterschiedliche Modulgrößen können kombiniert werden.
Unterschiedliche Modulgrößen können kombiniert werden.
Die Module können individuell ausgestattet und mehrgeschossig angeordnet werden.
Die Module können individuell ausgestattet und mehrgeschossig angeordnet werden.

„Die Module sind so ausgelegt, dass ein zweites Geschoss jederzeit aufgestockt werden kann. Auch drei Geschosse sind realisierbar“, beschreibt Geschäftsführer Andreas Ernst die Belastbarkeit der Module. Die Bauweise erlaubt zudem eine flexible Anpassung des Innenraums.

So können Wände kostensparend versetzt werden, neue Türen eingesetzt und somit an neue Bedürfnisse angepasst werden Und: Das Haus setzt auf Nachhaltigkeit bei den verwendeten Materialien und beim Produktionsprozess.

Geschäftsführer Andreas Ernst erklärt das SmartHouse.
Geschäftsführer Andreas Ernst erklärt das SmartHouse.

Die Flexibilität zeigt sich nicht nur in den Modulen. Auch die Anwendungsfelder sind vielfältig: So bietet sich das SmartHouse für Studentenwohnheime und so genannte Boarding-House-Konzepte, gerade zu an. Auch nach der Fertigstellung bleiben die Westfalen flexible Dienstleister, zum Beispiel bei der jährlichen Überprüfung der SmartHouses.

Ein Ferienpark in Augsburg, der mehrere Module als Ferienwohnungen nutzt, hat die Gebäude jetzt nach Wachtendonk verlegt. Zuvor wurden sie in Löhne einem „Boxenstopp“ unterzogen, generalüberholt beziehungsweise für die neue Verwendung angepasst.

Heute bestellt – 6 bis 8 Wochen später bezugsfertig

Die eigentliche Produktion erfolgt just in time, eine Lieferzeit von sechs Wochen ist möglich. Die Montage des fertig eingerichteten SmartHouse ist mit einem Drei-Mann-Team an einem Tag machbar. Die Kunden können vor dem Transport in der 8.000 Quadratmeter großen Produktionshalle das fertige Haus inklusive eingebauter Küche, Bad und Bodenbeläge und Technik begutachten.

Eine Lieferzeit von sechs Wochen für ein SmartHouse ist möglich.
Eine Lieferzeit von sechs Wochen für ein SmartHouse ist möglich.

Elf Mitarbeiter sind in der SmartHouse GmbH für Vertrieb, Entwicklung und Kundenbetreuung zuständig. Gefertigt werden die Module von Meisterbetrieben: Von der Holzverarbeitung, Elektrik, Maler bis zu Klima und Sanitär. Nach der Abnahme durch den Kunden wird das Haus mittels Schwertransporter zum Zielort transportiert.

Für die Nachbarn der Bauherren hat das Transportkonzept übrigens einen weiteren Vorteil: Durch die schnelle Anlieferung entfallen wochenlange Anfahrten von LKW aller am Bau beteiligter Gewerke, die Lärm und Schmutz verursachen. Das schont auch die Umwelt.

Das Haus wird mittels Schwertransporter zum Zielort transportiert.
Das Haus wird mittels Schwertransporter zum Zielort transportiert.
Am Zielort wird das SmartHouse abgeladen.
Am Zielort wird das SmartHouse abgeladen.

Wie smart ist das SmartHouse für die Wohnungswirtschaft?

Die mögliche Energieeinsparung, die kurze Herstellungsdauer, die Kostentransparenz sowie die Barrierefreiheit machen das SmartHouse für die Wohnungswirtschaft interessant. Der hohe Anteil der Betriebskosten an Erstellungsinvestitionen für Immobilien lässt sich mit dem Konzept aus Löhne viel früher in eine Rentabilität bringen. Und der Demographie wird mit der Barrierefreiheit von Beginn an entsprochen. Interessant ist zudem, dass die Objekte leasing- oder mietkauffähig sind.

Das SmartHouse-Konzept bietet sich für jeden an, der nachhaltig und flexibel bauen möchte. Schon allein die demographische Struktur in Deutschland erfordert Immobilien, die sich auf die Bewohner einstellen kann – und nicht umgekehrt. Erst recht, wenn es um ein selbstbestimmtes Leben im Alter geht. „Wir können alle zeitgemäßen Technologien und Assistenzsysteme im SmartHouse verbauen, die Menschen auch im hohen Alter im Eigenheim das Leben lebenswert machen, wie zum Beispiel einen direkten Draht zu Pflegeservices“.

Der Traum vom barrierefreien, smarten Haus mit Garten als Altersruhesitz – mit der Lösung aus Löhne kann er Wirklichkeit werden. Und der Dynamik bei den digitalen Lösungen zum Beispiel für das Smart Metering und zur Haussteuerung sieht Andreas Ernst gelassen entgegen: „Das SmartHouse-Konzept erlaubt ja auch die Nachrüstung mit aktueller Digitaltechnik – schneller und kostengünstiger als bei herkömmlichen Häusern“.

Das SmartHouse-Konzept: nachhaltig und flexibel bauen.
Das SmartHouse-Konzept: nachhaltig und flexibel bauen.

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