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Produkte und Lösungen

Der Tag hat 25 Stunden

Die Informationsgesellschaft ist längst Realität

I. Trends im Zuge der Digitalisierung

Kaum ein Lebens- und Arbeitsbereich bleibt unberührt davon, dass Dienstleistungen und Informationen zunehmend digital bereitgestellt werden. Hinzu kommt die Vernetzung von Hardware, Software und Sensoren im Haushalt, bei der Energieversorgung und Kommunikation.

Die Trends, die durch die Digitalisierung entstanden sind, gewinnen für die Wohnungswirtschaft an Relevanz, weil sie das Umfeld der Wohnungsunternehmen und deren Mieter, Mitarbeiter und Partner stark beeinflussen. Dadurch ergeben sich aber auch zahlreiche Fragen, die der jeweiligen Strategie entsprechend beantwortet werden sollten:

  1. Mensch-Maschine-Kommunikation: Früher wurden IT-Lösungen von Experten für Experten geschaffen. Inzwischen sind die Anwendungen so leicht zu bedienen, dass bereits Kinder ohne jede Ausbildung mit den „Maschinen“, also Personal Computern, Tablets, Smartphones usw., kommunizieren – sprich einen Computer bedienen können. IT wird heute nahezu von allen Menschen genutzt. Wie können ältere Kundengruppen davon profitieren? Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für die Wohnungsunternehmen?

  2. Digital Lifestyle: Wir leben heute in einer „25-Stunden-Gesellschaft“. Online-Banking und -Reisebuchung sowie die Bewertung von Wohnungen und der Service von Wohnungsunternehmen in Bewertungsportalen gehören dazu. Wie stellt sich die Wohnungswirtschaft idealerweise auf geänderte Ansprüche ein – insbesondere hinsichtlich Servicezeit und Reaktionsgeschwindigkeit?

  3. Allgegenwärtige technische Intelligenz: Die zunehmende Präsenz „mitdenkender“ Software hat Auswirkungen auf die Akzeptanz neuer Technologien. „Gibt es eine App dafür?“ ist heute eine gängige Frage. Das stets mobil verfügbare Internet und vielfältige Anwendungen auf Smartphone und Tablet-PC sind selbstverständlich geworden. Wird diese Omnipräsenz des Digitalen bereits akzeptiert? Wie sehen die Anwendungsszenarien für die Wohnungswirtschaft aus? Wie kommuniziert sie künftig mit ihren Kunden und Partnern? Welche Potenziale für neue Geschäftsmodelle ergeben sich?

  4. Internet der Dinge: Geräte und Sensoren tauschen online Daten aus, melden Betriebs- und Füllzustände, können Prozesse steuern und agieren zunehmend autark. Dabei verknüpfen sich die Systeme über das Internet – und dies auch mobil: Die Heizung kann mit dem Smartphone von unterwegs ebenso geregelt werden wie die Wohnungsbeleuchtung. Wie beherrscht ein Wohnungsunternehmen die Verknüpfung und den Datenaustausch von immer mehr digitalen Sensoren und Steuerungen? Welche Dienstleistungen lassen sich hier generieren?
Sen.se Mother – Intelligente Sensoren sprechen untereinander und helfen den Menschen, sich zu organisieren. // Pressebild von Sen.se
Sen.se Mother – Intelligente Sensoren sprechen untereinander und helfen den Menschen, sich zu organisieren. // Pressebild von Sen.se
Senseboard: Hier kann der Nutzer Fortschritte in den eigenen Aktionen nachvollziehen – egal, ob die Blumen regelmäßiger gegossen werden oder mehr Wasser getrunken wird. // Pressebild von Sen.se
Senseboard: Hier kann der Nutzer Fortschritte in den eigenen Aktionen nachvollziehen – egal, ob die Blumen regelmäßiger gegossen werden oder mehr Wasser getrunken wird. // Pressebild von Sen.se
Cookie Keyring
Der Sensor im Schlüsselanhänger meldet beispielsweise, wenn die Person nach Hause gekommen ist. // Pressebild von Sen.se
Die Medizin erinnert den Patienten selbstständig daran, wann sie eingenommen werden muss. // Pressebild von Sen.se
Die Medizin erinnert den Patienten selbstständig daran, wann sie eingenommen werden muss. // Pressebild von Sen.se
Funkendes Wasser hilft dabei genug zu trinken. // Pressebild von Sen.se
Funkendes Wasser hilft dabei genug zu trinken. // Pressebild von Sen.se

Viele Unternehmen, die hinter diesen technischen Entwicklungen stehen, stammen aus der Digitalwirtschaft und beeinflussen die gesamte Gesellschaft. Stars des Silicon Valley, wie Google, Apple und Co., nehmen ihr umfangreiches Kapital in die Hand und investieren Milliarden in Start-ups und etablierte Unternehmungen. So sichern sie sich den Zugang zu anderen Branchenfeldern und schaffen Schnittstellen zur digitalen Welt. Beispielsweise hat Google Nest gekauft, einen Hersteller smarter Heizungsthermostate.

Als logische Weiterentwicklung des Kerngeschäftsfelds sind Services anzusehen, die zum Beispiel von Energieunternehmen angeboten werden und traditionell nah an der Wohnungswirtschaft sind. Unternehmen wie RWE positionieren sich mit Hard- und Softwarelösungen für Smart Metering (also intelligente messtechnische Lösungen) und das Smart Home (digitale Anwendungen zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität).

Für die Wohnungswirtschaft ergeben sich aus diesen neuen Anwendungen praktische Vorteile. Der Zeitaufwand für die manuelle Erfassung, beispielsweise von Betriebsdaten im Bestand, lässt sich auf Basis von Smart-Metering-Lösungen reduzieren. Indem Wohnungsunternehmen bei der Verwirklichung des Smart Home unterstützen, zeigen sie den Kunden ihre Service- und Innovationsorientierung.

II. Die Wohnungswirtschaft – nächster großer Erfahrungsort der Digitalisierung

Wird Wohnen künftig von Algorithmen und dem Internet der Dinge bestimmt? Vermutlich nicht, aber wirtschaftliche Prozesse verändern sich spürbar in allen Branchen. Digitale Services werden auch – vielleicht sogar vor allem – in der Wohnungswirtschaft einen wichtigen Anteil der Wertschöpfung ausmachen. Der 2014 überraschend verstorbene Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Dr. Frank Schirrmacher, zeigte in einem Vortrag beim Aareon Kongress 2014 auf, welche Bedeutung die Digitalisierung für die Wohnungswirtschaft hat:

„Diese Daten, die generiert werden, werden einen höheren Wert haben als das Haus selber, und es wird viele, viele Leute geben, die nach diesen Daten ein Verlangen haben. Es wird ganz große Chancen geben, gerade was die datenbasierte Behandlung von Energieressourcen angeht, aber auch Gefährdungen. Insofern finde ich das toll, dass die Wohnungs- und Immobilienwelt jetzt im Zentrum einer gesellschaftlichen Debatte steht. Unter anderem bin ich davon überzeugt, dass die Kernfragen, mit denen die Wohnungswirtschaft sich heute auseinandersetzt, schwerlich ohne Digitalisierung gelöst werden können.“

Bei der Bewältigung der wichtigsten Aufgaben, die sich der Wohnungswirtschaft stellen, kann die Digitalisierung einen entscheidenden Beitrag leisten. Für Unternehmen der Wohnungswirtschaft gilt es, mithilfe digitaler Konzepte und Services

  1. relevante Daten so zu strukturieren, dass sich das Portfolio mit seinen Invest- und Desinvestitionsentscheidungen besser managen lässt,
  2. effizienter zu arbeiten,
  3. Compliance-Anforderungen einzuhalten,
  4. Nachhaltigkeit zu sichern und Energieeffizienz zu steigern,
  5. den Umgang mit dem demografischen Wandel mit den Kunden zu gestalten,
  6. den Kundenservice zu verbessern und die Zufriedenheit der Mieter zu erhöhen sowie
  7. Kooperationen mit Partnern auf Basis schneller Informations- und Kommunikationswege optimal zu gestalten – mit der offenen Frage „Make or Buy?“.

III. Der Digitalisierung mit passenden Lösungen begegnen

Aareon bietet bereits seit vielen Jahren digitale IT-Anwendungen an, die die alltäglichen Arbeitsabläufe und Prozesse der Wohnungswirtschaft vereinfachen. Dazu zählen:

  • Mareon – Das Service-Portal vernetzt Handwerks- und Wohnungsunternehmen auf einer virtuellen Plattform
  • Aareon Rechnungsservice erfasst Rechnungsvorgänge im ERP-System, prüft Rechnungsdaten und archiviert elektronisch
  • Zahlungsverkehrsverfahren BK01® ist integriert in die wohnungswirtschaftlichen ERP-Systeme Wodis Sigma, Blue Eagle und GES
  • Versicherungsmanagement mit BauSecura

Hinzugekommen sind Lösungen, die mehr Komfort für den Mieter bringen und dafür sorgen, dass Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens mobil vor Ort arbeiten können. Beispiele:

  • Im Mieterportal erhalten die Mieter ein Self-Service-Angebot zu grundlegenden Informationen und wiederkehrenden Anfragen. Die Vorteile: Steigerung der Kundenzufriedenheit und Entlastung der Sachbearbeiter im Tagesgeschäft.
  • Mit der mobilen Instandhaltung wird die Bestandsdatenpflege erleichtert und effizienter gestaltet. Die Daten können von jedem Ort ergänzt oder bearbeitet werden.
  • Die Wohnungsabnahme wird durch den Einsatz der Tablet-basierten mobilen Wohnungsabnahme vereinfacht. Hier leistet der Mieter eine elektronische Unterschrift am Ende der Abnahme und die erfassten Daten werden sofort und mobil in die Bestandsverwaltung übertragen.

Die Perspektive für die nahe Zukunft liegt in der Integration der Services – hin zu digitalen Mehrwertdiensten, die die Trends der Digitalisierung auf den Alltag in der Wohnungswirtschaft herunterbrechen:

  • Das Konzept des Ambient Assisted Living (AAL): Sensoren und einfach zu bedienende Anwendungen sowie digital vermittelte Dienstleistungen des Wohnungsunternehmens ermöglichen das selbstbestimmte Leben für Mieter auch im hohen Alter.
  • Eine smarte Heizungssteuerung erkennt Vorlieben der Mieter und generiert individuelle Nutzerprofile sowie ein individuelles Wohlfühlklima. Zudem erhalten Vermieter auf verlässlicher Datenbasis Erkenntnisse über das Heizverhalten ihrer Kunden.
  • Ein intelligentes Energiemanagement, etwa durch die Kombination von Blockheizkraftwerk und Fotovoltaik-Strom, sorgt für Kosteneffizienz und zunehmende Autarkie.
  • Mit steigender Akzeptanz von Gesundheitssensoren in der Wohnung entwickelt sich das Wohnungsunternehmen künftig auch zum potenziellen Dienstleister auf dem Feld der Gesundheitsversorgung und Pflege.
Ambient Assisted Living: Insbesondere älteren Menschen können dank moderner Technologien länger eigenständig zuhause leben. // Quelle: Pressemitteilung des Fraunhofer Instituts
Ambient Assisted Living: Insbesondere älteren Menschen können dank moderner Technologien länger eigenständig zuhause leben. // Quelle: Pressemitteilung des Fraunhofer Instituts
Smarte Heizungssteuerung - Wer früher von der Arbeit nach Hause kommt, kann seine Heizung zum Beispiel schon auf dem Heimweg aktivieren. // Quelle: Pressemitteilung Junkers
Smarte Heizungssteuerung - Wer früher von der Arbeit nach Hause kommt, kann seine Heizung zum Beispiel schon auf dem Heimweg aktivieren. // Quelle: Pressemitteilung Junkers
Intelligentes Energiemanagement - Moderne Technologien helfen dabei, Energie zu sparen, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten. // Quelle: Pressebild von GIRA
Intelligentes Energiemanagement - Moderne Technologien helfen dabei, Energie zu sparen, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten. // Quelle: Pressebild von GIRA
Notfallerkennung für Senioren - Liegt ein Mensch hilflos am Boden, erkennen die Sensoren seine Notlage – selbst bei Dunkelheit. // Quelle: Pressemeldung des Fraunhofer Instituts
Notfallerkennung für Senioren - Liegt ein Mensch hilflos am Boden, erkennen die Sensoren seine Notlage – selbst bei Dunkelheit. // Quelle: Pressemeldung des Fraunhofer Instituts

IV. Aareon Smart World – Vision vom digitalen Immobilienmanagement

In der Vergangenheit wurden IT-Landschaften von ERP-Systemen dominiert – entweder Inhouse oder als Service aus der Cloud betrieben. In diese ERP-Systeme wurden mit der Zeit immer mehr neue Lösungen integriert. Damit stieg die Komplexität.

Mit der heutigen Technologie können Wohnungsunternehmen die Vielfalt der möglichen Services und Anwendungen vernetzen. Daraus entsteht eine neue homogene und flexible Lösungswelt – sofern die Vernetzung vorausschauend durchdacht wird.

Aareon hat diese Vision der IT-Landschaft für das digitale Zeitalter unter dem Namen Aareon Smart World zusammengefasst. Die Aareon Smart World vernetzt Immobilienunternehmen mit Eigentümern, Mietern und Geschäftspartnern sowie technische Geräte in Wohnung und Gebäuden miteinander. Sie ist ein digitales, vernetztes Ökosystem, mit dem Prozesse neu gestaltet und optimiert werden können. Die Anwendungen helfen, Kosten zu senken, ermöglichen durch die Verknüpfung neue Geschäftsmodelle und bieten mehr Komfort beim Dialog zwischen Mietern und Mitarbeitern der Wohnungswirtschaft. Bereits existierende und künftige Anwendungen sind in einer exklusiven Cloud mobil und sicher verfügbar.

Der Zugriff auf Lösungen für das Dokumentenmanagement, die Rechnungsstellung, die Integration von Partnerunternehmen, die Einbindung des Internets der Dinge, das Vermietungsmanagement sowie Systeme zur Ressourcenplanung und für das Kundenmanagement ist in einer Umgebung jederzeit und mobil möglich – und zwar über verschiedene Ausgabegeräte wie PC, Tablet oder Smartphone.

Damit will Aareon einen spürbaren Beitrag leisten, die Chancen nutzbar zu machen, die sich heute und künftig durch die Digitalisierung in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft ergeben.

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