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Bericht

Zettelwirtschaft adieu

Warum digitale Bestandsdatenanalyse spielentscheidend sein kann

Ob Ballkontakte, Laufwege oder gewonnene Zweikämpfe – Fußballstatistiken sind heute selbstverständlich. Als Zuschauer kann man das bei jeder Live-Übertragung am Bildschirm ablesen. Doch vor allem im Training haben Tablet und Touchscreen Einzug gehalten: Spiel- und Spielerdaten aufzuzeichnen und auszuwerten ist im Profibereich zum Standard geworden.

Wie schnell die digitale Welt den Fußball erobert hat, zeigt ein handgeschriebenes Stück Papier. Den Spickzettel mit Infos zu den gegnerischen Schützen hatte Torwarttrainer Andy Köpke noch 2006 im Viertelfinale der WM-Torwart Jens Lehmann vorm Elfmeterschießen zugesteckt. Heute ist der Zettel ein Museumsstück – im Bonner Haus der Geschichte.

Leistung wird messbar

Es ist unverkennbar: Notizblock und Augenzeugenberichte haben ausgedient. Spielverläufe werden im Echtzeittracking auf Video festgehalten und liefern bis zu 150 Leistungswerte. Am Körper getragene Transponder übermitteln (zumindest im Training) sogar Fitnessdaten – etwa die Herzfrequenz eines Spielers.

Ob ein Club die Daten selbst sammelt oder sie erheben lässt, ist eine unternehmerische Entscheidung, die davon abhängt, über welche Eigenressourcen man verfügt und in welcher Liga man spielt: Wie in der Wohnungswirtschaft gibt es auch im Sport spezialisierte Dienstleister, die diese Aufgabe bei Bedarf übernehmen.

Fussball
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Analyse
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Ausdauer zählt

Dabei gilt allerdings: Man muss wissen, welche Daten man wirklich braucht. Und: Ein Spiel macht noch keine Meisterschaft. Entscheidend ist die langfristige Erhebung der tatsächlich relevanten Daten. Nur so schafft man die Basis, auf Dauer Nutzen aus der Datenflut zu ziehen.

Einen wesentlichen Unterschied zwischen Wohnungswirtschaft und Fußball gibt es allerdings: Der Sport ist (jedenfalls im Spiel) auf den Zwischenschritt der Videoaufzeichnung angewiesen. Dafür liefert diese dann gleich die Daten zum Gegner, sprich: Wettbewerber mit. Objektdaten lassen sich dagegen direkt und ohne zeitliche Einschränkung erheben. Jeder Vor-Ort-Termin bietet dank mobiler Geräte die Chance, Werte im Huckepack anderer Aufgaben zu erfassen und zu aktualisieren.

Taktische Aufstellung

Wie aber gewinnt man aus den Rohdaten strategische Vorteile? Dazu gilt es, die richtigen Fragen zu stellen, Daten mit der nötigen Expertise zu verknüpfen, zu filtern und auszuwerten. Auch im Fußball sind nach wie vor Fachleute gefragt, die ein Spiel lesen können. Nur lesen sie nicht mehr unleserliche Mitschriften – sondern Algorithmen und Videomaterial. "Das große Problem ist, dass man die richtigen Filter findet. Es stellt sich heraus, dass es darum geht, spezifische Situationen zu isolieren und die Auswertung für diese Situationen zu machen", so Martin Lames, Professor für Sportinformatik an der TU München, bereits 2012 im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.

Die Einsatzmöglichkeiten scheinen nahezu grenzenlos. Datenanalysen werden verwendet, um Timing oder Abstand zwischen Gegenspielern zu verbessern, biomechanische Bewegungsprofile und individuelle Trainingspläne für Einzelspieler zu erstellen, oder um Modelle zu bilden und Aufstellungen und Spielzüge zu simulieren. Spielen müssen die Kicker schon noch selber. Aber die Praxis zeigt: Gerade wenn annähernd gleich starke Mannschaften aufeinandertreffen, kann der strategische Wissensvorsprung durch differenzierte Analysen entscheidend sein.

Wie Clubs mit Daten punkten

Trainer gewinnen nicht nur das Wissen, wo die eigenen Stärken liegen und wo es Steigerungspotenzial gibt. Die Datenanalyse stärkt auch ihre Autorität, weil sie ihre Entscheidungen belegbar macht. Und langfristig profitieren die Clubs noch in einem anderen Punkt: Datenanalysen helfen, das Spielerportfolio zu optimieren. Das gilt für den Ver- wie für den Zukauf von Spielern. Denn gute Fußballer sind Investitionsobjekte.

Wenn es darum geht, die Performance einzelner Spieler, eines Mannschaftssegments (ob Verteidigung, Mittelfeld oder Sturm) oder des ganzen Kaders zu optimieren, führt im Fußball deshalb kein Weg mehr an soliden Datenanalysen vorbei. Für die Wohnungswirtschaft hat dieses Zeitalter gerade begonnen.

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